Bürokratie erfolgreich abbauen

Einsparpotentiale beim landwirtschaftlichen Risikomanagement

Autor/innen

  • Thomas Gehrke VEREINIGTE HAGEL
  • Professor Peter Michael Schmitz Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Dr. Gertrud Burghard-Nink VEREINIGTE HAGEL
  • Dr. Joachim W. Hesse Justus-Liebig-Universität Gießen image/svg+xml

DOI:

https://doi.org/10.12767/zbkx5m45

Abstract

Die Bürokratielast in der Landwirtschaft ist hoch und verursacht erhebliche Kosten für Betriebe und Behörden. Ein systematischer Wechsel von Ad‑hoc‑Hilfen zu staatlich geförderten Mehrgefahrenversicherungen (MGV) bietet ein erhebliches Entlastungspotenzial. MGV reduzieren den Verwaltungsaufwand deutlich: Behörden sparen je Antrag über zwei Drittel der Kosten, Betriebe rund neun Zehntel der benötigten Arbeitszeit. Hochgerechnet auf 100.000 Anträge ergibt sich ein Einsparvolumen von rund 229 Mio. €.

Zusätzliche Effizienzgewinne entstehen durch bundesweit einheitliche Regeln sowie durch konsequent digitale, medienbruchfreie Verfahren – insgesamt über 70 Mio. € jährlich. Ein strukturierter Reformpfad umfasst die schrittweise Reduktion von Ad‑hoc‑Hilfen, den Ausbau der MGV‑Förderung, die Harmonisierung von Verfahren und Förderkriterien sowie den Verzicht auf unnötige Daten- und Prozessschleifen. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse sind Förderungen von MGV weniger verwaltungsaufwändig und kosteneffizienter, sowohl bei Betrieben, Versicherern und Behörden.

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Veröffentlicht

2026-08-31

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