Status Quo und Zukunft der Ausbildung von Arbeitskräften für den landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.12767/w77m8584

Abstract

In der Landwirtschaft besteht trotz Rationalisierung und technologischem Fortschritt ein Fachkräftemangel. Das Ausbildungswesen wird in der Debatte um den Fachkräftemangel bisher weniger berücksichtigt. Angesichts des demographischen Wandels auf der Ausbilder- aber auch der Auszubildendenseite sowie des Strukturwandels werden in dieser Untersuchung der Status Quo sowie Herausforderungen des Ausbildungswesens auf Basis von Experteninterviews erörtert. Im Zuge zunehmender Digitalisierung, Automatisierung und Betriebsspezialisierung steigen die Anforderungen an die Kompetenzen landwirtschaftlicher Fachkräfte, insbesondere hinsichtlich technischer Fähigkeiten und analytischem Denken. Gleichzeitig scheint die Bedeutung ungelernter, teilbeschäftigter Arbeitskräfte für einfache Aufgaben zuzunehmen. Zugleich verändern sich aus Sicht der Ausbilder und Ausbildungsberater die Erwartungen der Auszubildenden bezüglich Arbeitszeit, Wertschätzung und attraktiver Rahmenbedingungen. Die Heterogenität des Bewerberfeldes nimmt dabei zu, während die Leistungsfähigkeit heterogener wird. Langfristig werden mit Blick auf den Strukturwandel und die Veränderungen in der Arbeitserledigung weitreichendere Veränderungen in der Arbeitskräftestruktur und in dieser Konsequenz auch der Struktur der Ausbildungsberufe anstehen.

Downloads

Veröffentlicht

2026-08-17

Ausgabe

Rubrik

Artikel