Vergleichswerte landwirtschaftlicher Grundstücke für die Preismissbrauchskontrolle aus agrarökonomischer und rechtswissenschaftlicher Sicht

Autor/innen

  • Andreas Tietz Thünen-Institut für Ländliche Räume
  • Antje G.I. Tölle

DOI:

https://doi.org/10.12767/buel.v101i2.466

Abstract

Der Kauf landwirtschaftlicher Grundstücke unterliegt der staatlichen Kontrolle nach dem Grundstückverkehrsgesetz, welches auch eine Prüfung der Kaufpreise auf eine mögliche Überhöhung vorsieht. Die Preismissbrauchsregelung hat jedoch den starken Anstieg der Kaufpreise für landwirtschaftliche Fläche in den letzten Jahren nicht verhindert. Um den Preismissbrauch zu prüfen, benötigen die Behörden ein handhabbares Verfahren zur Bestimmung des Vergleichsmaßstabs für den Wert des Grundstücks. In der Diskussion um eine Reform des Grundstückverkehrsrechts werden verschiedene Vergleichswerte vorgeschlagen, nämlich der statistische Kaufwert, der Ertragswert, der Bodenrichtwert, der regionale Marktwert und der innerlandwirtschaftliche Verkehrswert. Diese werden beschrieben und aus agrarökonomischer und rechtswissenschaftlicher Sicht auf ihre Tauglichkeit für die Preismissbrauchskontrolle bewertet. Daran anknüpfend werden Empfehlungen für ein praktikables Verfahren im Verwaltungsvollzug gegeben.

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Veröffentlicht

2023-05-26

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